Der frühe Vogel feiert allein

Am Tage in der Woche wird gearbeitet, Notwendigkeiten sowie anderweitige Verpflichtungen müssen wahrgenommen und gegebenenfalls der Rausch ausgeschlafen werden. Dann ist aber endlich wieder Wochenende und die Laune mag bei den meisten Menschen wieder steigen. Fröhlich und ausgelassen bereiten wir uns auf die Eroberung der Nacht vor, die nur darauf wartet mit einem bunten, lebhaften Treiben erfüllt zu werden. Doch wehe dem der denkt, dass Early Birds auch im Partyleben den Vorteil auf ihrer Seite haben.

Je später der Abend...

Dank einer vielfältigen Barkultur stürmen etliche Nachtschwärmer zuerst die Kneipen, wobei es selten nur bei einer Anlaufstelle am selben Abend bleibt. Es werden munter Bierchen, Cocktails oder Säfte getrunken, nebenher wird gequatscht, beobachtet, gelästert sowie geflirtet was das Zeug hält und man sich versieht schlägt die Uhr eins. Bleiben oder nicht bleiben, das ist an dieser Stelle die Frage! Die Mehrheit stimmt dann natürlich für "nicht bleiben", denn es wartet ja noch mindestens ein Club, der mit der eigenen Anwesenheit beehrt werden will.

Alone in the Dark

Beim ersten Eintauchen in die Berliner Partyszene unterschätzen viele tanzwütige Freunde und Freundinnen der Nacht, die Macht der späten Stunde. Denn trotz einschlägiger Angebote einiger Clubs, die mit Freiem Eintritt oder einer Happy Hour besonders Early Birds noch vor 23 Uhr in die dunklen Räumlichkeiten locken, kann man sich entweder auf gähnende Leere oder einen grenzwertigen Altersdurchschnitt gefasst machen (nicht immer und nicht überall versteht sich). In solchen Fällen mag man leicht der breiten Auswahl an der Bar erliegen, was ebenfalls recht tückisch sein kann. So ist es nicht ungewöhnlich, wenn sich ab 1 Uhr die nach Hause gehenden und die gerade kommenden Massen an der Garderobe gegenseitig im Weg stehen. Aber auch in dieser Situation kann man zuweilen nette Kontakte knüpfen - es ähnelt manchmal stark einem Single Treff.